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Merkel in Kanada

Handelsabkommen CETA eine gute Chance

Im Handelsabkommen der EU mit Kanada (CETA) sieht Kanzlerin Merkel große Vorteile für Europa und "gerade auch für Deutschland als Exportnation". Mit dem kanadischen Premierminister Harper sprach sie auch über den G7-Gipfel, die Schuldenkrise in Griechenland und den Konflikt in der Ukraine.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der kanadische Premierminister Stephen Harper bei Pressekonferenz Hoffen auf diplomatische Lösung: Merkel und Harper sprachen auch über die Ukraine-Krise Foto: Bundesregierung/Bergmann

Handelsabkommen, G7-Gipfel, aber auch viele Krisen: Es gebe Grund genug, die transatlantische Partnerschaft nicht nur mit den Vereinigten Staaten von Amerika, sondern genauso intensiv mit Kanada zu pflegen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte bei ihrem Besuch in Ottawa, sie sei gerne wieder nach Kanada gekommen. Merkel war nach ihrem Besuch in Washington weiter nach Ottawa gereist.

Handelsabkommen CETA

Angesichts der schwachen Wachstumsraten in Europa sei das Abkommen eine gute Chance, "das Wachstum gerade auch im Handel mit Kanada voranzubringen", so Merkel. "Wir sind jetzt in dem Prozess der Rechtsumsetzung und haben noch einige Fragen zu klären", fuhr Merkel fort. Deutschland werde die Europäische Kommission zu einem schnellen Abschluss ermutigen. Sie sehe "große Vorteile für uns in Europa, gerade auch für die Exportnation Deutschland".

G7 Präsidentschaft

Merkels Besuch diente auch der Vorbereitung des G7-Gipfels im Sommer. So sei die Entwicklung der Weltwirtschaft ein Thema von großer Bedeutung, so die Kanzlerin.

Mit Harper sprach sie über " Fragen der Gesundheitsfinanzierung". Kanada habe in seiner G7-Präsidentschaft etliche Initiativen ergriffen und unterstütze auch Deutschlands Aktivitäten.

Griechenland im Euro halten

In der Schuldenkrise Griechenlands "warten wir jetzt auf konkrete Vorschläge bezüglich des existierenden Programms", so die Kanzlerin. Die griechische Regierung sei erst wenige Tage im Amt. Deutschlands Politik sei darauf ausgerichtet, "Griechenland im Euro zu halten", betonte Merkel, " und wenn ich das richtig verstehe, ist auch die Mehrzahl der Menschen in Griechenland dieser Meinung."



Merkel wies auf das Prinzip der Kooperation innerhalb der EU hin. Die Zusammenarbeit in der Europäischen Union beruhe auf zwei Säulen: einerseits auf der Solidarität der Mitgliedstaaten untereinander und andererseits auf eigenen Anstrengungen der Länder, die ein Programm hätten.

Ukrainekrise

Die Bundeskanzlerin und der kanadische Ministerpräsident waren sich einig, dass die europäische Friedensordnung und die territoriale Integrität der Ukraine gesichert sein müssten. Kanada und Deutschland stünden hier in einer sehr engen Abstimmung. Sie sei "sehr dankbar, dass Kanada alle Versuche und Anstrengungen unterstütze, eine diplomatische Lösung zu finden.

Dienstag, 10. Februar 2015