Grußwort der Kanzlerin zu Chanukka

"Ein Wunder, für das wir zutiefst dankbar sein können"

"Jüdisches Leben, seine Kultur und Geschichte sind Teil der Identität Deutschlands", betonte Bundeskanzlerin Merkel in ihrem Grußwort zum Auftakt des jüdischen Lichterfestes. Der Bundesregierung sei es ein zentrales Anliegen, die jüdische Gemeinschaft zu stärken und ihre freie Entfaltung weiter zu unterstützen. Das Grußwort ist in der Zeitung Hamodia Newspaper International erschienen.

Foto zeigt einen Leuchter
Das achttägige jüdische Lichterfest Chanukka beginnt dieses Jahr am 22. Dezember.  Foto: Getty Images/iStockphoto

Zu Chanukka grüße ich Sie herzlich und wünsche Ihnen, Ihren Familien und Freunden in Deutschland, Israel und auf der ganzen Welt fröhliche und erfüllte Festtage!

Wenn in diesen Tagen in den Häusern und auf den Plätzen unseres Landes der Chanukka-Leuchter entzündet wird, ist dies in mehrfacher Hinsicht wunderbar. Die Lichter erinnern an das Wunder, das sich vor fast 2200 Jahren in Jerusalem ereignet hat. Sie zeugen aber auch davon, dass wir heute in Deutschland wieder ein blühendes jüdisches Leben haben. Nach dem von Deutschland begangenen Zivilisationsbruch der Shoa gleicht auch dies einem Wunder, für das wir zutiefst dankbar sein können. Es freut mich sehr, dass wir das jüdische Lichterfest an vielen Orten gemeinsam feiern. 

Jüdisches Leben, seine Kultur und Geschichte sind Teil der Identität Deutschlands. Der Bundesregierung ist es ein zentrales Anliegen, die jüdische Gemeinschaft zu stärken und ihre freie Entfaltung in Deutschland weiter zu unterstützen. Doch der Anschlag auf die Synagoge in Halle hat uns auch schmerzhaft ins Bewusstsein gerufen, dass jüdisches Leben wachsamen und beständigen Schutz erfordert. Wir dürfen Rassismus und Antisemitismus in Deutschland keinen Raum lassen. Wir wollen und müssen dafür Sorge tragen, dass alle Menschen in unserem Land sicher leben können.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und uns allen ein friedvolles und helles Lichterfest - Chanukka Sameach!

Sonntag, 22. Dezember 2019

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