Deutschland/Frankreich/Russland

Abkommen zwischen Europa und Russland zügig beschließen

"Wir brauchen ein modernes, zeitgemäßes Abkommen zwischen Europa und Russland." Dies betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Abschluss des Treffens mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy und Russlands Präsident Dmitri Medwedew im französischen Deauville.

Bundeskanzlerin Merkel, Präsident Sarkozy und Präsident Medwedew beim Familienfoto
Miteinander international kooperieren Foto: RegierungOnline/Bergmann

Das Treffen diente dazu, um sich über anstehende internationale Konferenzen auszutauschen. Merkel, Sarkozy und Medwedew bekräftigten noch einmal, auf eine internationale Sicherheitsarchitektur hinarbeiten zu wollen. Die Kanzlerin zeigte sich erfreut, dass Russland bereit sei, „seine Beziehungen zur NATO auf eine rationale Basis zu stellen“.

Die drei Regierungschefs zeigten sich entschlossen, gemeinsam auf die Verbesserung der Sicherheit im euro-atlantischen und eurasischen Raum hinzuarbeiten.

Der russische Präsident kündigte seine Teilnahme am NATO-Gipfel in Lissabon im November an. „Ich werde teilnehmen, denn dies wird notwendige Kompromisse fördern“, betonte Medwedew in Deauville.

Wie die Kanzlerin berichtete, unterstützt Russland die Politik der Europäischen Union für stabile Finanzen und Ausstiegsstrategien aus den Krisenszenarien. So wolle man ein nachhaltiges Weltwirtschaftswachstum befördern. Merkel hatte bereits im Sommer monatliche Konsultationen der EU-Außenminister und Russland vorgeschlagen.

Lage im Nahen Osten und Iran

Die drei Staatschefs sprachen auch über die Lage im Nahen Osten und dem Iran. Sie forderten Israel dazu auf, Anstrengungen zu unternehmen, um den Fortgang und den Erfolg der Friedensverhandlungen zu gewährleisten. Auch ein Engagement der Palästinenser sei in diesem Prozess unerlässlich, betonten sie. Man stehe bereit, um den Friedensprozess aktiv zu unterstützen.

Eine Rolle bei den Gesprächen spielte auch das iranische Atomprogramm. Hier werde eine Verhandlungslösung angestrebt. Dazu sei es jedoch auch notwendig, dass der Iran die Auflagen des Sicherheitsrates erfülle. 

Wichtige Treffen im kleinen Kreis 

Die Kanzlerin hält internationale Treffen im kleinen Kreis für wichtig: "Hier kann man sehr offen und umfangreich miteinander bereden, wie wir international kooperieren", sagte sie in ihrem aktuellen Podcast. 

Das letzte Spitzentreffen der drei Länder fand 2006 in Compiègne statt.

19.10.2010

Start:
18.10.2009
Land:
Frankreich
Stadt:
Deauville

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