Deutscher Afrika-Preis 2019

Herausragendes gesellschaftliches Gespür

Bundeskanzlerin Merkel hat den Deutschen Afrika-Preis 2019 an die Kenianerin Juliana Rotich übergeben. Sie lobte ihren Mut, ihre Entschlossenheit und ihr unternehmerisches Können. Ihr Erfolg sei Inspiration und Motivation für viele andere Frauen in Afrika.

Bundeskanzlerin Angela Merkel gratuliert Juliana Rotich, Preisträgerin Deutscher Afrikapreis 2019.
Sie ist IT-Expertin, Unternehmerin und Inspiration für Afrikas Frauen: Juliana Rotich, Gewinnerin des Deutschen Afrika-Preises 2019. Foto: Bundesregierung/Bergmann

Die IT-Expertin und Managerin Juliana Rotich habe "herausragendes gesellschaftspolitisches Gespür und unternehmerisches Können gezeigt, gerade mit Blick auf den digitalen Fortschritt in Afrika", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Gratulationsrede in Berlin.

Mit dem Deutschen Afrika-Preis ehrt die Deutsche Afrika Stiftung seit 1993 herausragende Persönlichkeiten Afrikas, die sich in besonderer Weise nachhaltig für Demokratie, Frieden, Menschenrechte, Kunst und Kultur, soziale Marktwirtschaft und gesellschaftliche Belange einsetzen.

Mut, Neues zu wagen

Merkel erklärte, Innovation beginne immer mit dem Mut, Dinge in Frage zu stellen und sich mit dem Gegebenem nicht abzufinden. "Diesen Mut, Risiken einzugehen und Neues zu wagen, bringen in Afrika viele Menschen auf."

Daher habe die Bundesregierung Initiativen wie die "Strategische Partnerschaft Digitales Afrika" oder "Make-IT in Africa" ins Leben gerufen. Ziel ist, digitale Unternehmen in afrikanischen Ländern bei der Gründung und beim Aufbau von Geschäftsbeziehungen zu unterstützen.

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Frauen haben Priorität

"Gerade Frauen haben gute Ideen, mit denen sie Entwicklung und Wandel vorantreiben können. Daher sind es auch viele von Frauen gegründete Unternehmen in Afrika, die wir von Deutschland aus unterstützen", so die Kanzlerin.

Bereits beim G20-Gipfel 2017 in Hamburg seien Initiativen wie "Women Entrepreneurs Finance Initiative" oder  "#eSkills4Girls" gegründet worden. "Nicht zuletzt haben wir beim diesjährigen G7-Gipfel in Biarritz in Frankreich die Förderung weiblichen Unternehmertums explizit zu einer Priorität erklärt", erklärte Merkel.

Dies habe die Bundesregierung mit der Zusage unterstrichen, 30 Millionen Euro für das betreffende Förderprogramm der Afrikanischen Entwicklungsbank zur Verfügung zu stellen.

Open-Source-Plattform Ushahidi

Preisträgerin Juliana Rotich ist Mitbegründerin der Open-Source-Plattform "Ushahidi" (deutsch: Zeugnis), mit der Nutzer Ereignisse auf einer Google-Karte geographisch und zeitlich sichtbar machen können.

Inzwischen wird Ushahidi in über 160 Ländern zur besseren Krisenreaktion benutzt und erreicht so Millionen von Menschen.

Außerdem ist Rotich Mitbegründerin des Technologieunternehmens BRCK, das seit Februar 2019 der größte öffentliche WLAN-Anbieter in Subsahara-Afrika ist.

Donnerstag, 24. Oktober 2019

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