Reise der Kanzlerin

Afrika - wichtiger Partner der EU

Für die Bundeskanzlerin steht das Wohl Afrikas im Interesse Deutschlands und Europas. Während der deutschen G20-Präsidentschaft 2017 werde Afrika als Zukunftskontinent deshalb eine große Rolle spielen, sagte Merkel im Rahmen ihrer Afrika-Reise.

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird auf dem Flughafen von Niamey von Issoufou Mahamadou, dem Präsidenten der Republik Niger, begrüßt.
Bundeskanzlerin Merkel bei ihrer Ankunft in Niger. Foto: Bundesregierung/Steins

Als Hauptmotor für die wirtschaftliche Integration sei insbesondere die Afrikanische Union ein zentraler Partner der Europäischen Union, erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel während ihrer dreitägigen Afrika-Reise.

Station Mali

Bei ihrem Besuch in Mali am 9. Oktober traf die Bundeskanzlerin mit dem malischen Präsidenten Ibrahim Boubacar Keita zusammen. Sie sagte ihm weitere Unterstützung für sein Land zu. "Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass Mali stabilisiert wird und eine gute Entwicklung nehmen kann", erklärte sie nach dem Gespräch. Deutschland werde seine Entwicklungshilfe im Bereich der Wasserversorgung und Landwirtschaft verstärken.

Außerdem kündigte sie deutsche Hilfe im Bereich der Bildung und Ausbildung an: "Es ist ganz, ganz wichtig, dass die Länder Afrikas nicht die besten Köpfe verlieren, sodass sich diese dann nicht für den Aufbau des eigenen Landes einsetzen können", sagte Merkel.

Merkel traf in Mali auch mit deutschen Soldatinnen und Soldaten der UN-Friedensmission MINUSMA zusammen und informierte sich über deren Arbeit.

Station Niger

Im Mittelpunkt eines Gesprächs mit Staatspräsident Mahamadou Issoufou bei ihrem anschließenden Besuch in Niger am 10. Oktober standen die nigrische Migrationspolitik und eine geplante Migrationspartnerschaft mit der EU.

Außerdem besuchte die Kanzlerin ein Zentrum der International Organisation for Migration (IOM), in dem Transitmigranten Aufnahme finden. Anschließend traf sie deutsche Soldatinnen und Soldaten, die auf einem Lufttransportstützpunkt der Bundeswehr Dienst leisten.

Niger ist eines der wichtigsten Transitländer für Migranten aus Afrika. Vor diesem Hintergrund sagte die Bundeskanzlerin Unterstützung bei der Bekämpfung der illegalen Migration, bei Infrastrukturmaßnahmen im Norden des Landes sowie bei der Kooperation der Verteidigungsministerien zu.

Station Äthiopien

In Addis Abeba traf Merkel am 11. Oktober den äthiopischen Premierminister Dessalegn. Im Anschluss eröffnete sie das "Julius Nyerere Gebäudes für Frieden und Sicherheit", das neue Tagungsgebäude der Afrikanischen Union.

Angesichts der anhaltenden Proteste und des Ausnahmezustandes in Äthiopien hob die Kanzlerin die Bedeutung von Demokratie und Dialog hervor. Sie bot an, Demokratiebildung und eine Stärkung der Zivilgesellschaft zu unterstützen.

Merkel kündigte außerdem an, Äthiopien bei der Finanzierung der Militärmissionen, bei der Entwicklungshilfe und durch private Investitionen weiter zu unterstützen.

Besuche in Berlin

Am 12. Oktober traf die Bundeskanzlerin den tschadischen Präsidenten Idriss Déby zu einem Gespräch in Berlin. Dabei kündigte sie deutsche Hilfe bei der Trinkwasserversorgung und der humanitären Hilfe in Tschad an.

Im Rahmen ihrer Afrika-Woche traf sie am 14. Oktober außerdem den Präsidenten von Nigeria, Muhammadu Buhari: Im Zentrum des Gesprächs stand der Kampf gegen die Terrororganisation Boko Haram und die humanitäre Lage in Nord-Nigeria.

Freitag, 14. Oktober 2016

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