Arbeitsmarktzahlen

Arbeitsmarkt in sehr guter Verfassung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Deutschland sind weiter gestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen hingegen ist im April auf einen Tiefstand von 2,23 Millionen gesunken. Die Arbeitslosenquote liegt bei nur noch 4,9 Prozent.

Grafik zu Arbeitslosigkeit und Erwerbstätigkeit.
Die Frühjahrsbelebung lässt die Arbeitslosigkeit weiter sinken. Foto: Bundesregierung

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren im März 44,94 Millionen Menschen erwerbstätig - 491.000 mehr als vor einem Jahr. Gegenüber dem Vormonat stieg ihre Zahl saisonbereinigt um 33.000.

Das Plus beruht überwiegend auf dem Zuwachs sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. 33,22 Millionen der Erwerbstätigen waren im Februar sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Ihre Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 671.000 gestiegen. Von Januar auf Februar ergibt sich ein Anstieg um 48.000, teilt die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit.

"Kurz vor dem Tag der Arbeit präsentiert sich der Arbeitsmarkt erneut in sehr guter Verfassung", sagt Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. Die konjunkturelle Abschwächung wirke sich nicht auf den Arbeitsmarkt aus.

Konstant hohe Nachfrage nach Arbeitskräften

Die Arbeitgeber suchen ungebremst nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. 796.000 offene Stellen waren im April bei der BA gemeldet - 11.000 mehr als vor einem Jahr. Das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot dürfte dabei noch höher sein. Denn die Unternehmen melden der BA freie Stellen nur teilweise.

Von einem allgemeinen Arbeitskräfte- oder Fachkräftemangel kann noch nicht gesprochen werden, so die BA. Es zeigten sich aber deutliche Anspannungen und Engpässe in einigen technischen Berufsfeldern, bei Bauberufen sowie in Gesundheits- und Pflegeberufen.

Arbeitslosenquote auf 4,9 Prozent gesunken

Vom März auf April sank die Zahl der Arbeitslosen laut BA um 72.000 auf 2,229 Millionen. Vor zwölf Monaten waren es noch 155.000 mehr. Die Arbeitslosenquote liegt damit auf einem Tiefstand von 4,9 Prozent.

In Ostdeutschland ging die Arbeitslosigkeit um neun Prozent zurück und damit stärker als in Westdeutschland (minus fünf Prozent). In Mecklenburg-Vorpommern sank sie mit minus 12,9 Prozent bundesweit prozentual am stärksten.

Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 109.000 oder 13 Prozent auf 733.000 verringert. Als Langzeitarbeitslos gilt, wer länger als zwölf Monate keine Arbeit hat. "Dies geht auch auf den mit dem Teilhabechancengesetz neu geschaffenen sozialen Arbeitsmarkt zurück", betonte Heil. Seit dem 1. Januar in Kraft, gebe der soziale Arbeitsmarkt bereits gut 10.000 Menschen eine Perspektive, so der Bundesarbeitsminister.

Dienstag, 30. April 2019

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