Internationale Grüne Woche

Deutsche Standards als Maßstab

Die Landwirtschaft übernehme Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt, erklärte Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt zum Auftakt der Grünen Woche. Bundeskanzlerin Merkel betonte die Notwendigkeit, die hohen Standards der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft zu halten.

Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt trinkt ein Glas Milch an einem Stand auf der Grünen Woche
Ernährungspolitik muss durch Information, Bildung und Motivation wirken, so Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt. Foto: picture-alliance/dpa/Jensen

Auf der Internationalen Grünen Woche (IGW), die in diesem Jahr zum 80. Mal stattfindet, zeigen rund 1700 Aussteller landwirtschaftliche Innovationen und ein riesiges Angebot von Lebensmitteln. Das diesjährige Partnerland Lettland ist mit über 100 Lebensmittelproduzenten vertreten. Zur Eröffnung traf Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem lettischen Staatspräsidenten Andris Bērziņš zusammen.

Die Internationale Grüne Woche ist die weltweit größte Verbrauchermesse im Bereich Ernährung. Vom 16. bis zum 25. Januar zeigen in Berlin 1.658 Aussteller aus 58 Ländern ihre kulinarischen Traditionen und Innovationen. Erwartet werden 420.000 Besucherinnen und Besucher.

Ländliche Regionen sind unser Rückgrat

Die deutschen Verbraucher seien sehr zufrieden mit der Qualität und der Vielfalt des Angebots in Deutschland, erklärte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. Die Landwirtschaft übernehme Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt.

Er würdigte in diesem Zusammenhang die ländlichen Regionen als "Rückgrat Deutschlands". Die Bundesregierung vernetze und bündele gute Aktivitäten für ländliche Regionen und starte einen Wettbewerb der Ideen, um die ländlichen Räume fit für die Zukunft zu machen. Schmidt sprach sich auch gezielt für den Abbau von Bürokratie aus: Einfache und praktikable Regeln seien ein entscheidender Schlüssel für mehr Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft.

Gesunde Ernährung und nachhaltige Landwirtschaft

Die Erzeugung und Nutzung nachwachsender Rohstoffe werden für die Ernährungssicherung und als Wirtschaftsfaktor immer wichtiger. Die Besucherinnen und Besucher können zu diesen Themen auf der IGW mehr erfahren.

Schmidt erläuterte: "Mit einer Regulierungsorgie und Volkserziehung ist der Konsument nicht dazu zu bringen, nur noch gesunde Sachen zu essen." Ernährungspolitik müsse vor allem durch Information, Bildung und Motivation wirken, damit Verbraucher mündig entscheiden könnten.

Weiterbilden können sich die Besucherinnen und Besucher auch auf der Sonderschau des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Hier wird über den Ursprung von Produkten sowie den ökologischen Landbau, Böden und Bienen informiert. Die Messebesucher könnten sich auch ein eigenes Bild davon machen, was ein moderner Laufstall für Kühe bedeute: nämlich Platz, Licht und Bewegung, so Schmidt. "Das ist Innovation, das ist Hochleistungslandwirtschaft mit dem Tier und für das Tier."

Forum für Agrar-und Ernährungspolitik

Die IGW ist mittlerweile auch das internationale Forum für Agrar- und Ernährungspolitik: Auf Einladung von Minister Schmidt kommen beim Global Forum for Food and Agriculture Minister und Vizeminister aus rund 70 Staaten sowie internationale Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Dabei diskutieren sie eines der Schlüsselthemen der internationalen Agrarpolitik: "Wachsende Nachfrage nach Nahrung, Rohstoffen und Energie: Chancen für die Landwirtschaft, Herausforderungen für die Ernährungssicherung?"

Und nicht zuletzt findet in diesem Rahmen das Zukunftsforum ländliche Entwicklung statt. Vertreter des ländlichen Raums aus Politik, Verwaltung, Institutionen, Verbänden, Wissenschaft kommen hier zusammen, um Erfahrungen und Ideen austauschen: Es geht darum, die Zukunft des ländlichen Raums zu gestalten.

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