Etat Landwirtschaftsministerium

Entwicklung der ländlichen Räume sichern

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft verfügt im kommenden Jahr über einen Haushalt von 5,3 Milliarden Euro. Das Ministerium setzt sich vor allem für eine nachhaltige Forst- und Landwirtschaft, sichere und gesunde Lebensmittel, die Vermarktung der hochwertigen deutschen Agrarprodukte und die Entwicklung der ländlichen Räume ein.

Kernelement des Haushalts ist mit rund 3,7 Milliarden Euro die landwirtschaftliche Sozialpolitik. Sie gewährleistet die Grundlagen der Landwirtschaft, indem sie deren Strukturwandel und die Landwirte absichert.

Zukunftsfähige Landwirtschaft

Ziel der Agrarpolitik ist es, durch nachhaltige Land- und Forstwirtschaft unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu schonen. Das umfasst eine leistungsfähige Ernährungswirtschaft und eine ressourcenschonende Nutzung nachwachsender Rohstoffe. Außerdem sollen die ländlichen Räume als lebenswerte, vielfältige Kulturlandschaften erhalten werden. Zahlreiche Förder- und Modellvorhaben unterstützen diese Ziele.

Sichere und gesunde Lebensmittel

Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich sicher und gesund ernähren können. Hierzu benötigen sie umfassende Informationen über gesunde Ernährung und eine transparente Lebensmittelkennzeichnung. Auch sollen die Bürger dazu angehalten werden, das Wegwerfen von Lebensmitteln zu vermeiden. Mit einem Etat von 104 Millionen Euro bildet der gesundheitliche Verbraucherschutz auch im kommenden Jahr einen Schwerpunkt.

Im Vordergrund stehe dabei die gesunde Ernährung unserer Kinder, so Bundesernährungsminister Christian Schmidt bei der Vorstellung des neuen Haushalts im Bundestag. Jedes sechste deutsche Kind sei mittlerweile übergewichtig. Die Initiative für mehr Gesundheit und Bewegung IN FORM werde fortgesetzt und verstärkt, damit es mehr Anreize zu einem gesundheitsbewussten Verhalten gebe.

Mehr Tierwohl und gute Exportchancen

Hohe Tierschutzstandards, so Minister Schmidt, seien ein Qualitätsmerkmal deutscher Produkte. Zusammen mit allen Beteiligten suche man nach neuen Wegen für mehr Tierwohl. Der neue Haushalt stellt 33 Millionen mehr für Investitionen in den Tierschutz bereit.

Um deutsche Lebensmittel noch besser vermarkten zu können, habe man eine Stabstelle für Lebensmittelexporte eingerichtet, so Schmidt. Nach dem russischen Importverbot für deutsche Produkte habe man daran eine weitere Stabstelle angegliedert. Diese suche mit allen Seiten nach Lösungen, um gemeinsam die schwierige Situation zu meistern. In erster Linie seien aber die russischen Verbraucher von dem Importstopp betroffen, betonte der Minister.

Entwicklung der ländlichen Räume

Die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" unterstützt mit rund 600 Millionen Euro besonders die zielorientierte Entwicklung der ländlichen Regionen.

Neu hinzu kommt als Ausgabenposten das 2015 beginnende "Bundesprogramm Ländliche Entwicklung", für das im nächsten Jahr zehn Millionen Euro bereitgestellt sind. Es fördert Initiativen und Projekte, die das Leben auf dem Land attraktiver machen. Ein Schwerpunkt wird die Digitalisierung des ländlichen Bereichs sein.

Im Geschäftsbereich des Ministeriums gibt es mehrere Forschungsinstitute – unter anderem das Bundesinstitut für Risikobewertung und das Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel: Sie erarbeiten für das Ministerium wissenschaftliche Entscheidungshilfen in der Ernährungs-, Landwirtschafts-, Forst- und Fischereipolitik. Dazu identifizieren und werten sie laufend gesundheitliche Risiken durch Lebensmittel, Stoffe und Produkte aus. Anhand dieser Erkenntnisse werden Vorschriften und Strukturen permanent angepasst.

Donnerstag, 11. September 2014

Bundeshaushalt 2015

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