Deutsche Forschungsgemeinschaft

Exzellente Forschung ist Grundlage des Wohlstands

Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigte Deutschlands größte Förderorganisation für die Forschung – die Deutsche Forschungsgemeinschaft. Wissenschaft und Forschung brauchen Freiräume und gute Forschungsbedingungen, zeigte sich Merkel überzeugt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hält eine Rede bei der DFG.
Merkel bei der DFG Foto: RegierungOnline

Es wurde noch nie so viel wie heute in Forschung und Entwicklung investiert. 

Nach Ansicht Merkels ist die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) eine der tragenden Säulen des Wissenschaftsstandortes Deutschland. Im 60. Jubiläumsjahr der DFG-Neugründung nach dem Zweiten Weltkrieg machte die Bundeskanzlerin deutlich, dass im globalen Wettbewerb exzellente Forschung die Grundlage unseres Wohlstands ist.

Grenzen der Wissenschaftsfreiheit

Sie wies aber auch auf die Grenzen der Freiheit der Wissenschaft hin: die Unantastbarkeit der Würde des Menschen. Mit Hinblick auf die Bundestagsdebatte zur Präimplantationsdiagnose sagte Merkel: "Nicht alles, was möglich ist, sollte auch gemacht werden".

Forschungsförderung im Wettbewerb

Die Kernaufgabe der DFG besteht in der wettbewerblichen Auswahl der besten Forschungsvorhaben von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an Hochschulen und Forschungsinstituten und in deren Finanzierung. 

Ein Beispiel dafür sei die Exzellenzinitiative, die nach Ansicht von Merkel frischen Wind in die Forschungsförderung gebracht hat. In diesem von Bund und Länder ausgeschriebenen Wettbewerb stehen den Hochschulen für die besten wissenschaftlichen Konzepte bis 2011 insgesamt 1,9 Milliarden Euro zur Verfügung. Neun Spitzenuniversitäten entstanden. Außerdem erhalten 39 Exzellenzcluster und 37 Graduiertenschulen Fördermittel. Bis 2017 stehen weitere 2,7 Milliarden Euro bereit.

Ziel ist aber auch die Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie die Förderung der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit Schwerpunkt Europa.

Mehr Geld für die Forschung

Für ein Industrieland ist exzellente Forschung der Schlüssel für Wohlstand in der Zukunft. Deshalb investiert die Bundesregierung mehr als zuvor in Forschung und Entwicklung. Alleine in dieser Legislaturperiode stehen für Bildung und Forschung zusätzlich 12 Milliarden Euro bereit. Damit gibt Deutschland knapp drei Prozent seines Bruttoinlandprodukts für Forschung und Entwicklung aus.

Davon profitieren auch die außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Der Pakt für Innovation und Forschung garantiert ihnen und der DFG einen Zuwachs ihrer Mittel um fünf Prozent. Im Haushaltsentwurf für 2012 sind dafür 4,3 Mrd. Euro vorgesehen.

Schwerpunkt Schaffung neuer Studienplätze

Deutschland braucht exzellente Hochschulen für exzellent ausgebildete Fachkräfte. Schon heute studieren 46 Prozent eines Altersjahrganges. Starke Geburts- und doppelte Abiturjahrgänge sowie die Aussetzung der Wehrpflicht sind daher Herausforderung und Chance zugleich.

Mit dem Hochschulpakt werden bis 2015 von Bund und Ländern weitere 335.000 neue Studienplätze geschaffen. Für die Studienchancen dieser jungen Menschen stellt die Bundesregierung 4,7 Milliarden Euro bereit. Aber auch die Qualität der Lehre wird durch den Bund gefördert, zum Beispiel durch zusätzliche Professorenstellen.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft erfüllt ihre Aufgaben als Selbstverwaltungsorganisation der deutschen Wissenschaft. Sie ist ein eingetragener Verein; ihre Mitglieder sind die meisten deutschen Hochschulen, außerhochschulische Forschungseinrichtungen, wissenschaftliche Verbände sowie die Akademien der Wissenschaften. 2012 wird die DFG über einen Haushalt in Höhe von 1,7 Mrd. Euro verfügen. Davon trägt der Bund 58 Prozent, die Länder tragen 42 Prozent. Die Steigerung gegenüber 2011 beträgt 5 Prozent und folgt der im Pakt für Forschung und Innovation verabredeten Steigerung für die außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

Donnerstag, 7. Juli 2011

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