Kanzlerin besucht Frauennetzwerktreffen

Im Austausch über Gleichstellung

Bundeskanzlerin Merkel setzt sich für gleiche Teilhabechancen von Frauen und Männern ein. "Unser Ziel muss an allen Stellen die Parität sein", betonte Merkel beim zweiten Sächsischen Frauennetzwerktreffen. Neben frauenpolitischen Themen kamen auch die künftige Sicherung von Wohlstand und gute Lebensbedingungen zur Sprache.

Kanzlerin Merkel bei einer Podiumsdiskussion beim Treffen des Frauennetzwerkes in Dresden.
Diskussion über Gleichstellung: Die Kanzlerin beim Treffen des Frauennetzwerkes. Foto: Bundesregierung/Bergmann

"In der Tat bin ich öfter auf Veranstaltungen, wo weniger Frauen als Männer sind, und deshalb ist es gut, wenn es auch Veranstaltungen gibt, wo deutlich mehr Frauen als Männer anwesend sind", hob Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Beginn des Treffens hervor. Zum zweiten Netzwerktreffen der sächsischen Landesregierung waren Frauen aus Dresden und Umgebung angereist, die unter anderem in Wirtschaft, Wissenschaft und Handwerk tätig sind.   

Nach Ansicht Merkels müssen Frauen und Männer in allen Lebensbereichen gleichermaßen vertreten sein. Trotz vieler Anstrengungen sei das Ziel der Parität noch nicht erreicht – weder in der Wirtschaft noch in der Politik. 

Wenn um mehr Frauen in bestimmten Bereichen geworben werde, sei auch die Bereitschaft gefragt, "die Struktur der Arbeit zu verändern". Es müsse nicht alles besser, "aber zumindest anders werden und damit sicherlich auch spannender in der Gesellschaft", so Merkel.    

Gleiche Lebensbedingungen

Neben Partizipation und Gleichstellung von Frauen ging es in Dresden auch um die künftige Sicherung von Wohlstand und gute Lebensbedingungen.

"Wir haben uns in der Bundesregierung mit verschiedenen Dingen sehr intensiv beschäftigt; eines davon ist das Thema der gleichwertigen Lebensverhältnisse", so die Kanzlerin.

Die Bundesregierung will in ganz Deutschland die Voraussetzungen für Chancengleichheit schaffen. Dazu gehören beispielsweise:

•   Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen bringen
•   eine flächendeckende Breitband- und Mobilfunkversorgung
•   ein gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr sowie
•   mehr und qualitativ bessere Kita-Plätze

Mit diesen und weiteren Maßnahmen setzt die Bundesregierung die Ergebnisse der Kommission "Gleichwertige Lebensverhältnisse" um.

Grundsatz Nachhaltigkeit

Auch die Aspekte Klimaschutz, Digitalisierung und zukunftsfähiges Wirtschaften erwähnte  Merkel bei dem Treffen. Sie sprach sich dafür aus, auch bei kurzfristigen politischen Entscheidungen den Grundsatz der Nachhaltigkeit zu beachten. Es sei notwendig, dass "wir in unser gesamtes Denken einbetten, dass Nachhaltigkeit, Dauerhaftigkeit ein Grundsatz unseres Lebens wird".

Ohne Kompromiss kein Zusammenleben

Außerdem warb die Bundeskanzlerin für mehr Debattenkultur: "Wir dürfen nicht verlernen, uns über verschiedene Meinungen auszutauschen." Die Fähigkeit, andere auch verstehen zu wollen, sei Grundlage dafür, gemeinsame Lösungen zu finden. Der Kompromiss sei dabei das Allerwichtigste, er müsse am Ende akzeptiert werden.

Montag, 15. Juli 2019

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