Gavi Impfallianz

Impfschutz ist Lebensschutz

Großbritannien hat zu einer virtuellen Geberkonferenz eingeladen, um Mittel für die Impfallallianz Gavi einzuwerben. Ziel ist es, genügend Impfdosen bereitstellen und verteilen zu können, wenn es einen Impfstoff gegen COVID-19 gibt. Deutschland will sich mit 600 Millionen Euro beteiligen.

Kanzlerin Merkel sitzt am Schreibtisch, mit dem Rücken schräg zur Kamera, und blickt auf zwei große Bildschirme, über die die virtuelle Konferenz läuft.
"Impfschutz ist Lebensschutz" - Kanzlerin Merkel beim virtuellen Impf-Gipfel. Foto: Bundesregierung/Bergmann

Deutschland wird Gavi in den kommenden fünf Jahren mit 600 Millionen Euro unterstützen: um die Gesundheitsinfrastruktur zu stärken und weitere 300 Millionen Kinder gegen gefährliche Krankheiten zu impfen. Das teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Konferenz der Impfallianz mit.

Die Corona-Pandemie habe einmal mehr gezeigt, dass man internationale Zusammenarbeit auf allen Ebenen brauche, betonte Merkel. Denn noch ist unklar, wann es einen Impfstoff gegen COVID-19 geben wird. Klar aber ist: Wenn ein Impfstoff zur Verfügung steht, werden Milliarden an Impfdosen gebraucht. Und diese sollen möglichst allen Menschen zur Verfügung stehen. "Impfschutz ist Lebensschutz, und dieser darf nicht davon abhängen, in welchem Land man lebt. Einsatzbereite Impfstoffe müssen in aller Welt bezahlbar, verfügbar und frei zugänglich sein", sagte Bundeskanzlerin Merkel.

Gavi-Impfallianz für Impfprogramme weltweit

Der "Globale Impf-Gipfel 2020", zu dem der britische Premier Boris Johnson eingeladen hat, ist der Startschuss, um jetzt die Strukturen für eine weltweite Impfkampagne vorzubereiten. In dem Aufruf zum Globalen Impf-Gipfel am 4. Juni 2020 heißt es: "Impfstoffe sind unverzichtbar, um Gesundheit und Wohlstand zu schützen. Jeder Einzelne muss geschützt werden, sonst ist niemand geschützt. Wir kommen schneller und weiter voran, wenn wir gemeinsam vorangehen – aus diesem Grund brauchen wir eine Allianz." Der Schwerpunkt der diesjährigen Geberkonferenz der Impfallianz für den Zeitraum 2021 bis 2025 ist die Corona-Pandemie.

Bundeskanzlerin Angela Merkel kündigte zudem an, dass Deutschland zusätzlich 100 Millionen Euro über Gavi zur Eindämmung der Corona-Pandemie investieren werde. Auch andere Staaten wollen ihr Engagement ausbauen, um Gavi für ihre Arbeit für den Zeitraum 2021-2025 mindestens 7,4 Milliarden US-Dollar zur Verfügung zu stellen. "Gemeinsam können wir es schaffen, Infektionskrankheiten ihren Schrecken zu nehmen", so Merkel.

Als die G20 die Impfallianz Gavi vor 20 Jahren ins Leben riefen, geschah dies in dem Bewusstsein, dass Impfungen der beste Schutz vor Krankheiten sind. Seit Bestehen der Impfallianz kann Gavi auf eine Reihe von Fortschritten zurückblicken. Damit ist Gavi der ideale Partner, um zukünftige Impfprogramme gegen COVID-19 zu realisieren.
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) unterstützt die Arbeit von Gavi seit 2006. Im Zeitraum 2016 bis 2020 werden insgesamt 600 Millionen Euro bereitgestellt. Damit ist die Bundesrepublik viertgrößter staatlicher Geber der Globalen Impfallianz.

Donnerstag, 4. Juni 2020

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