Gespräch in New York

Frieden, Sicherheit und Entwicklung in Afrika

In New York ist die Bundeskanzlerin mit Staats- und Regierungschefs aus Afrika zusammengekommen. Das Gespräch diente dem Austausch über Entwicklungen in Afrika, insbesondere der Situation in Libyen und der Sicherheitslage in der Sahel-Region. 

Angela Merkel sitzt am Tisch gemeinsam mit Vertretern afrikanischer Staaten.
Kanzlerin Merkel kam in New York auch mit Vertretern afrikanischer Staaten zusammen. Foto: Bundesregierung/Bergmann

Im Rahmen eines Mittagessens sprach Merkel zum Thema "Frieden, Sicherheit und Entwicklung in Afrika". Mit Blick auf die aktuelle Situation verfolge man "mit Sorge die sich verschlechternde Sicherheitslage in den G5-Sahel-Staaten", die inzwischen Auswirkungen bis hin in Richtung Ghana, Nigeria und vielen anderen Regionen habe.

Im Zusammenhang mit dem von den Vereinten Nationen in diesen Tagen veranstalteten Klimagipfel wies die Kanzerlin darauf hin, dass die Industriestaaten den Klimawandel verursacht hätten, die Leidtragenden aber die Entwicklungsländer seien. "Daraus erwächst auch unsere Verantwortung", so Merkel. "Wir wissen, wie sehr die Zerstörung der Lebensgrundlagen auch mit Fragen der Sicherheit zusammenhängt und dass es ohne Sicherheit keine Entwicklung geben wird". 

Mit Blick auf das Vorhaben einer afrikanischen Freihandelszone sprach die Kanzlerin von einem "Riesenprojekt".  In Zeiten, in denen der Protektionismus immer weiter wachse, "wäre es ein wicklich gutes Zeichen, wenn sich der Freihandel auf dem afrikanischen Kontinent entwickelt". 

Das sei auch eine Botschaft an die Europäische Union, die Handelsbeziehungen zwischen der Europäischen Union und der Afrikanischen Union "freier, aber auch fairer zu gestalten". Mit Blick auf seine EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 würde Deutschland mit den afrikanischen Staaten "gerade auch an der Handelsagenda gerne weiter arbeiten". 

Dienstag, 24. September 2019

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