Kanzlerin zu den Gewalttaten in Hanau

"Rassismus ist ein Gift"

Rassismus und Hass seien schuld an viel zu vielen Verbrechen, sagte Kanzlerin Merkel mit Blick auf die Ereignisse im hessischen Hanau. Am späten Mittwochabend wurden zehn Menschen in Hanau erschossen. Auch der mutmaßliche Täter ist tot.

Bundeskanzlerin bei einem Statement
Kanzlerin Merkel verurteilte in ihrem Statement am Donnerstag die Gewaltverbrechen von Hanau. Foto: Bundesregierung/Bergmann

"Rassismus ist ein Gift. Der Hass ist ein Gift. Dieses Gift existiert in unserer Gesellschaft, und es ist schuld an schon viel zu vielen Verbrechen", erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Derzeit weise vieles darauf hin, dass der Täter aus rechtsextremistischen Motiven gehandelt habe.

Hass und Rassismus entgegentreten

Merkel verurteilte die Taten scharf und betonte, dass die Bundesregierung und alle staatlichen Institutionen für die Rechte und Würde eines jeden Menschen in unserem Land stünden. "Wir stellen uns denen, die versuchen, in Deutschland zu spalten, mit aller Kraft und Entschlossenheit entgegen."

Tiefe Anteilnahme

Den Angehörigen der Ermordeten sprach die Kanzlerin ihre Trauer und tiefe Anteilnahme aus. Den Verletzten wünschte sie, dass diese die körperlichen und seelischen Folgen des schrecklichen Erlebnisses überwinden.

Über den Stand der Ermittlungen und über den Zustand der Verletzten lässt sich Merkel fortlaufend informieren. "Es wird alles unternommen, um die Hintergründe dieser entsetzlichen Morde bis ins Letzte aufzuklären", versprach die Kanzlerin.

Merkel zu den Morden von Hanau

"Rassismus ist ein Gift"

(mp4)

Donnerstag, 20. Februar 2020

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