Erweiterungsbau

Mehr Platz für mehr Beschäftigte

Im Bundeskanzleramt herrscht akuter Büromangel. Damit alle Beschäftigten wieder an einem Standort arbeiten können, soll ein Erweiterungsbau entstehen – mit 400 Büros, einer neuen Hubschrauberlandeplattform und einem Post- und Logistikbereich. In Berlin wurden die Pläne nun vorgestellt.

Kanzleramtschef Helge Braun (l.) lässt sich von den Architekten Axel Schultes (r.) und Charlotte Frank ( 2.v.l.) sowie der BBR-Präsidentin Petra Wesseler (2.v.r.) das Modell zum Erweiterungsbau zeigen.
Braun, Frank, Wesseler und Schultes am Modell des Erweiterungsbaus (v.l.n.r.). Foto: Bundesregierung/Bergmann

Wegen der steigenden Anzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie neuer Aufgaben des Bundeskanzleramtes sei die Ergänzung notwendig, sagte Kanzleramtsminister Helge Braun. Bis jetzt sei vieles durch Zusammenrücken und das Ausweichen der Beschäftigten auf andere Liegenschaften gelöst worden. Noch in diesem Jahr beginnen die konkreten Planungen.

Mehr Aufgaben, mehr Personal

Seit das Kanzleramtsgebäude im Jahr 2001 erstmals bezogen wurde, sind weitere Aufgaben hinzugekommen - darunter Themen wie Energiewende, Terrorismusbekämpfung, Migration, Cyberkriminalität und Digitalisierung.

Nicht nur das Aufgabenspektrum ist gewachsen, sondern auch die Zahl der Beschäftigten: von 410 auf derzeit 750. Da der ursprüngliche Bau für maximal 460 Arbeitsplätze ausgelegt war, mussten mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf andere Gebäude außerhalb des Kanzlerparks ausweichen. Ziel des Erweiterungsbaus ist es, alle Beschäftigten wieder zusammenzuführen.

Campus Kanzleramt

Dazu sollen auf einem Campus im Kanzlerpark 400 zusätzliche Büros entstehen, untergebracht in einem halbrunden Gebäude mit sechs Stockwerken. Daran werden zwei eingeschossige Bauten anschließen. Hier werden weitere Serviceeinrichtungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundeskanzleramts entstehen, wie etwa eine Kantine und ein Veranstaltungsbereich.

Um zusätzlichen Platz zu schaffen, ersetzt eine erhöhte Landeplattform die aktuelle Hubschrauberlandefläche im Park. Auf einem angrenzenden bundeseigenen Grundstück entsteht zudem ein Post- und Logistikbereich. Eine weitere Fußgängerbrücke über die Spree soll den Erweiterungsbau mit den Bestandsgebäuden verbinden.

Komplexe Planungen

Weil die Baumaßnahmen sehr komplex sind, ist eine umfangreiche Planungsphase bis 2023 vorgesehen. In diese Zeit fallen die Entwurfsplanung, die Baugenehmigung, Ausführungsplanungen für Ausschreibungen und Vergaben sowie Vertragsabschlüsse. Anschließend ist mit weiteren vier Jahren Bauzeit zu rechnen. Fertig wird der Gebäudekomplex frühestens im Jahr 2027. Der Einzug könnte dann im Jahr 2028 erfolgen. Die Kosten werden derzeit auf 460 Millionen Euro geschätzt.

Geplant und errichtet wird der Erweiterungsbau nach Entwürfen des Architekturbüros Schultes und Frank in Regie des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR). "Ein auf Bedarf hin konzipierter Bau, eng über die Spree mit dem Mutterhaus verbunden", so beschreibt Schultes den Entwurf. Das Büro Schultes Frank Architekten hat bereits das bestehende Kanzleramtsgebäude entworfen. Auch das Gesamtkonzept für das Band des Bundes stammt von ihnen: Dabei spannen sich die Gebäude von Bundestag und Bundeskanzleramt in einer Linie über die Spree und verbinden West und Ost.

Dienstag, 15. Januar 2019

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