Kanzlerin besucht IAA

Mobilität klimafreundlich gestalten

Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt am Main hat die Kanzlerin die große Bedeutung der deutschen Automobilindustrie für Beschäftigung und Wachstum hervorgehoben. Zugleich appellierte sie an die Verantwortung der Branche hinsichtlich der Klimaschutzziele.

Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Rundgang über die Internationale Automobilausstellung am Stand von Volkswagen.
Bei ihrem Besuch in Frankfurt/Main macht sich die Kanzlerin ein Bild von den Veränderungen in der Automobilindustrie. Foto: Bundesregierung/Kugler

Deutschlands hohe Mobilität habe ihren Preis, wenn nicht effizientere, klimafreundlichere Fahrzeuge hergestellt würden, so Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Eröffnungsrede auf der IAA. Der Verkehrsbereich müsse seine CO2-Emissionen bis 2030 um 40 Prozent senken. "Das ist eine Herkulesaufgabe - für Sie und für uns."

Höhere Autopreise für Verbraucher

Um die Klimaschutzziele 2030 zu erreichen, muss die Bundesregierung nach den Worten Merkels einen Dreiklang von Anreizen, CO2-Bepreisung und Ordnungsrecht beschließen. Das Ordnungsrecht, zu dem etwa gesetzliche Vorgaben für einen geringeren CO2-Ausstoß gehören, werde aber zu höheren Auto-Preisen für Verbraucher führen.

Auch die Erzeugung von Strom für Elektroautos muss laut Merkel noch nachhaltiger werden: "Wir sind noch weit davon entfernt, 100 Prozent erneuerbare Energien zu haben." Zudem sei für den Erfolg der Elektromobilität die Verlässlichkeit der Ladeinfrastruktur von größter Bedeutung. "20.000 Ladepunkte sind noch lange nicht ausreichend."

Motto: "Driving tomorrow"

Unter dem Motto "Driving tomorrow" präsentiert sich die diesjährige IAA als internationale Plattform für die Mobilitätswende. Zahlreiche Hersteller und Zulieferer zeigen ihre aktuellen Entwicklungen. Dabei sind die Haupttrends auf der diesjährigen Messe die Themen Elektromobilität, Digitalisierung und automatisiertes Fahren.

Es sei "insgesamt also eine revolutionäre, internationale Automobil-Ausstellung", so Merkel - und "bei Revolutionen weiß man immer noch nicht ganz, wo es dann zum Schluss rauskommt". Deshalb wünsche sie sich, dass am Ende eine starke deutsche Automobilindustrie als fairer Wettbewerber mit anderen Anbietern auf der Welt entsteht.

Vom 12. bis 22. September zeigen rund 800 Aussteller aus 30 Ländern auf der 68. IAA in Frankfurt/Main ihre Neuheiten. Die IAA ist nicht nur die internationale Leitmesse für Mobilität, sondern auch die weltweit einzige, auf der sowohl Hersteller als auch Zulieferer vertreten sind. Für Privatbesucher ist die Messe ab Samstag (14. September) geöffnet.

Donnerstag, 12. September 2019

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