Kanzlerin trifft Schweizer Präsident

Merkel: "Enge Nachbarn und gute Freunde"

Die grenzpolizeiliche Zusammenarbeit mit der Schweiz funktioniere ausgezeichnet, sagte Bundeskanzlerin Merkel beim Besuch des Schweizer Bundespräsidenten. Die Schweiz versuche in vorbildlicher Weise, das Dublin-Abkommen konsequent umzusetzen, so die Kanzlerin.

Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem Schweizer Bundespräsidenten Johann Schneider-Ammann bei der Begrüßung mit militärischen Ehren.
Kanzlerin Merkel begrüßte den Schweizer Bundespräsidenten Johann Schneider-Ammann mit militärischen Ehren. Foto: Bundesregierung/Denzel

Die Schweiz und Deutschland seien enge Nachbarn und gute Freunde, die zudem durch eine enge wirtschaftliche Zusammenarbeit verbunden sind. Das sagte Kanzlerin Angela Merkel beim Besuch des Bundespräsidenten der Schweiz, Johann Schneider-Ammann. So war die Schweiz das diesjährige Partnerland der Cebit-Messe in Hannover. Auch war die Kanzlerin zur Eröffnung des neuen Gotthard-Tunnels in die Schweiz gereist.

Schweiz setzt Dublin-Abkommen konsequent um

"Der Rundgang über die CeBIT hat gezeigt, dass beide Länder sehr davon betroffen sind, dass die Digitalisierung Einzug in unsere Wirtschaft hält", so Merkel. "Das Thema Industrie 4.0 beschäftigt beide Länder." Außerdem habe man sich über das Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU unterhalten, so die Bundeskanzlerin. Aus deutscher Sicht sei man sehr daran interessiert, dass mit der Europäischen Union eine gute Lösung gefunden werde. "Schon allein mit Blick auf die vielen Grenzgänger, die von Deutschland in die Schweiz gehen, ist das ein Thema." Merkel hoffe, dass man zu gemeinschaftlichen Lösungen komme.

Die Kanzlerin und der Schweizer Präsident haben sich auch über Migration und grenzpolizeiliche Zusammenarbeit ausgetauscht. Letztere sei exzellent, wofür sich die Bundeskanzlerin ausdrücklich bedankte. Die Schweiz sei eines der Länder, die versuchten, "Dublin bei all seinen Schwächen doch konsequent umzusetzen und das auch mit großem Erfolg".

Die Schweiz sei im Übrigen in ähnlicher Weise von den regionalen Konflikten wie dem syrischen Bürgerkrieg oder dem sogenannten Islamischen Staat im Irak betroffen. Man habe auch darüber ein umfassendes und ausführliches Gespräch geführt, so Merkel.

Presseunterrichtung der Kanzlerin mit dem Bundespräsidenten der Schweiz

Presseunterrichtung der Kanzlerin mit dem Bundespräsidenten der Schweiz

Wirtschaftsbeziehungen
Deutschland ist für die Schweiz der mit Abstand wichtigste Handelspartner. Im Jahr 2015 betrug das bilaterale Handelsvolumen fast 84 Milliarden Franken (CHF) und damit etwa 23 Prozent des gesamten Außenhandels der Schweiz (rund 369,2 Milliarden CHF): Exporte nach Deutschland in Höhe von knapp 37 Milliarden CHF, Importe aus Deutschland von etwa 47 Milliarden CHF. Die Schweiz bleibt einer der Top-10-Handelspartner Deutschlands (Platz 9 in 2014). Die Bedeutung der Schweiz für den deutschen Außenhandel wird außerhalb des europäischen Binnenmarkts nur von den USA und China übertroffen.

Mittwoch, 2. November 2016

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