Finanzmärkte

Merkel telefoniert mit europäischen Regierungschefs und Obama

Fünf europäische Regierungschefs und der US-Präsident haben am Wochenende telefonisch über die aktuellen Entwicklungen in der Eurozone und auf den Finanzmärkten beraten.

Bundeskanzlerin Merkel sprach nacheinander mit dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy, dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, dem britischen Premierminister David Cameron und US-Präsident Barack Obama.

Alle Gesprächspartner zeigten sich einig darüber, dass die Beschlüsse des EU-Gipfels vom 21. Juli schnell umgesetzt werden sollen. Obama begrüßte die "fortgesetzte Führung" Sarkozys und Merkels bei den "Herausforderungen für Europas Wirtschaft".

Das Eurosystem verteidigen

Auch Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler machte sich für die Umsetzung der Beschlüsse stark. Gegenüber dem Nachrichtenmagazin "Focus" zeigte er sich verärgert über neue Forderungen nach einer Ausweitung des Euro-Rettungsschirms: "Wir setzen jetzt die beim Sondergipfel am 21. Juli gefassten Beschlüsse entschlossen um", bekräftigte der Wirtschaftsminister. Damit werde den Kapitalmärkten signalisiert, "dass wir das Eurosystem verteidigen".

Wer aber meine, "diese Entscheidungen nach gerade einmal zwei Wochen bereits wieder infrage stellen zu müssen, erreicht genau das Gegenteil und verunsichert die Märkte".

Alle Euro-Staaten sollten verbindliche Schuldengrenzen in ihren Verfassungen verankern, um ihre Konsolidierungspolitik glaubhafter zu machen, sagte Rösler weiter.

Samstag, 6. August 2011

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