Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Montag, 27. September 2010

Laufende Nr.:
351
Ausgabejahr:
2010

Start des Dialogs zur Nachhaltigkeit 2010/2011

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat heute den Startschuss für den Bürgerdialog zur Nachhaltigkeit gegeben.

Vom 27. September bis 14. November 2010 besteht die Möglichkeit, auf der Internetseite www.dialog-nachhaltigkeit.de Stellung zu nehmen und mit anderen zu diskutieren.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich an der Weiterentwicklung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie zu beteiligen. Die breite Diskussion und das gemeinsame Engagement sind feste Bestandteile des Nachhaltigkeitsgedankens und der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung.

Nachhaltigkeit heißt, langfristig tragbare – also zukunftsfähige – Lösungen zu schaffen, die den Menschen heute helfen, ohne die Chancen zukünftiger Ge-nerationen zu schmälern. Deswegen gehören zu den klassischen Themenfeldern der Nachhaltigkeit z. B. „Klima/Energie“, „Verkehr“, „Gesundheit“, „Demografie“, „Bildung“ und „Forschung/Entwicklung“.umbruch 

Die Bundesregierung möchte bei der Fortentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie 2010/2011 auch mit Blick auf die UN-Nachhaltigkeitskonferenz „Rio + 20“ 2012 zwei Themen besonders beleuchten:

Nachhaltiges Wirtschaften verbindet verantwortungsbewussten wirtschaftlichen Erfolg mit sozialem Zusammenhalt und Umweltschutz. Ziel ist ein tragfähiger Wohlstand für alle, in Deutschland und in der Welt. Dabei ist eine kohlendioxidarme und ressourceneffiziente Art des Wirtschaftens nötig, die wettbewerbsfähig ist und Arbeitsplätze sichert , ohne zu Lasten künftiger Generationen Raubbau an den natürlichen Ressourcen zu treiben. Wie gestalten wir die Rahmenbedingungen hierfür angemessen und wie berücksichtigen wir Zielkonflikte? Welche Rolle in einer nachhaltigen Wirtschaft kommt der Qualifizierung und der fairen Behandlung von Beschäftigten sowie der Altersstruktur in Unternehmen zu? Wie ermöglichen wir mehr Wohlstand in anderen Teilen der Welt?

Wasser: Der weltweite Verbrauch hat sich in 100 Jahren verzehnfacht, in 31 Ländern herrscht dauerhafter Wassermangel. Der Klimawandel und die demo-graphische Entwicklung verschärfen die Situation. Die Nachfrage nach Wasser zum alltäglichen Leben und zur Produktion von Nahrungsmitteln nimmt stark zu. Wie kann diesen Herausforderungen Rechnung getragen werden? Wie lassen sich Ziel- und Verteilungskonflikte um Wasser vermeiden oder lösen? Welche Bedeutung haben die internationale Arbeitsteilung und der Welthandel auf die Nutzung von Wasser?

Die in den Dialog eingebrachten Beiträge der Bürgerinnen und Bürger werden in die Arbeiten am Fortschrittsbericht 2012 einfließen.

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