Staatspreis NRW an Klaus Töpfer verliehen

Merkel würdigt Einsatz für die Umwelt

Für seinen Einsatz für Nachhaltigkeit und Umweltschutz hat Klaus Töpfer den Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten. Bundeskanzlerin Merkel lobte die Verdienste des ehemaligen Bundesministers und bedankte sich für sein Wirken auf nationaler wie internationaler Ebene.

Bundeskanzlerin Angela Merkel applaudiert bei der Verleihung des Staatspreises NRW an Klaus Töpfer.
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (l.), der ehemalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer und Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Preisverleihung in Bonn. Foto: Bundesregierung/Steins

Die Ehrung Klaus Töpfers mit dem NRW-Staatspreis sei für sie ein Ansporn für die anstehenden klimapolitischen Beschlüsse, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Verleihung im ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestages in Bonn.

Der Staatspreis NRW ist die höchste Auszeichnung des Landes Nordrhein-Westfalen. Seit 1986 wird die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung jährlich für herausragende wissenschaftliche, kulturelle oder philanthropische Leistungen verliehen. Zu den Preisträgern gehören unter anderem Marcel Reich-Ranicki, Alice Schwarzer und Jürgen Habermas.

Pionier, Vordenker und Macher

"Heute das Morgen zu denken", das mache er schon seit Jahrzehnten, erklärte Merkel in ihrer Laudatio. Er sei seiner Zeit oft voraus gewesen und habe dabei stets sowohl die nationale als auch die globale Perspektive vereint. Bereits 1993 habe sich Töpfer zu sehr ehrgeizigen Zielen zur Reduzierung von CO2-Emissionen bekannt. 

"Auch die Aufnahme des Umweltschutzes als Staatsziel in das Grundgesetz war ganz wesentlich Klaus Töpfer zu verdanken", so Merkel weiter.

Kritisch bleiben und an morgen denken

Heute warne Töpfer vor klimapolitischen Maßnahmen wie Geo-Engineering. Für diese Eingriffe in die globalen Ökosysteme sind die Risiken noch nicht absehbar und es ist nicht klar, ob später Korrekturmaßnahmen möglich sind.

Von dem "Vordenker und Macher" Töpfer wünscht sich die Kanzlerin, ebenso wie von der heutigen Jugend, der Politik häufiger mal auf die Zehen zu treten. Diese Kritik ermutige sie und tue gut. Sie erinnere daran, immer "an Morgen zu denken".

Klaus Töpfer war von 1987 bis 1994 Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Von 1994 bis 1998 hatte er das Amt des Bundesministers für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau inne. Darüber hinaus war er in den Jahren 1990 bis 1998 Mitglied des Deutschen Bundestages. Später arbeitete er als Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) in Nairobi und Unter-Generalsekretär der Vereinten Nationen. Er engagiert sich zudem in zahlreichen Umwelt- und Nachhaltigkeitsorganisationen.


Dienstag, 17. September 2019

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